Da wir keinen Platz in der Britanniahütte haben, findet die Tour im Jungfarugebiet statt. Freitag früher Start im Säuliamt, erste Bahn zum Jungfraujoch. Dann Mönch und Uebernachtung in der Mönchsjochhütte. Samstag Grünhorn und dann Konkordiahütte. Sonntag via Lawihorn zurück zum Joch.
Jungfrauregion - Mönch und Grosses Grünhorn
Trotz nicht ganz optimalen Vorzeichen mit Schneefall, erhöhter Lawinengefahr und Rückenbeschwerden sammelte sich das kleine aber feine Grüpplein am frühen Freitagmorgen auf der Fahrt nach Grindelwald. Die Wetterprognosen kündigten stabile und recht kalte Verhältnisse an. So starteten wir erst gegen 10h30 am Jungfraujoch und fanden top Verhältnisse am Mönch vor. Leider umhüllten uns auf dem Gipfel die Wolken. Mit etwas Geduld tat sich immer wieder ein kleines Fenster auf und wir konnten ins Tal, zur Jungfrau und zum nahen Eiger schauen. Auch wenn ein paar mutige Welsche die Direktabfahrt in der Westflanke eröffneten, hielten wir uns auch im Abstieg an den Grat. Auf der Hütte genossen wir die fröhliche Stimmung unter den wenigen Gästen und freundeten uns auch mit internationalen Gästen aus Spanien an. Auch für den nächsten Tag erwarteten wir stabile Verhältnisse und starteten erst bei Tageslicht. Bei der der Abfahrt über das flache "Ewigschneefeld" bleibt Zeit, über die Ewigkeit zu sinnieren. Linkerhand passierten wir die beiden Fiescherhörner und den Gipfel des kleinen Grünhorns bevor wir den Aufstieg zum grossen Grünhorn antraten. Wir fanden unseren Weg durch den zerklüfteten Gletscher zum Grat. Von dort in zwei Gruppen zum Gipfel. Zum Glück haben wir das am Vortag bereits geübt - der Aufstieg gestaltete sich da etwas schwieriger, wenngleich für uns gut machbar. Die Schneebedingungen waren nicht die besten für die Abfahrt und einige Beine waren doch schon recht müde, sodass wir ganz zufrieden waren, als die Abfahrt am Fusse der Konkordiahütte endete. Vor dem Aufstieg von soviel wir wissen rund 500 Treppenstufen ruhten wir uns noch einen Moment aus. Die Vorfreude auf den Apero mit Aussicht liess die Tourenleitern dann allerdings zum Abmarsch blasen. Auch diese Nacht war das Türeleraufkommen angenehm gering, was allerdings mit der wenig rosigen Wetterprognose für den kommenden Tag zusammen hing. Tatsächlich kehrte das Wetter etwa eine Viertelstunde bevor wir die Station Jungfraujoch erreichten. Bei geringem Besucheraufkommen führte Thomas die kleine Gruppe mit einer Jungrfraujochnovizin noch durch die touristischen und technischen Sehenswürdigkeiten bevor wir - ohne obligatorische Reservation - die Talfahrt antraten. Das übrigens ein neuer versteckter Preisaufschlag - eine "eigentlich obligatorische" Reservation - die sich umgehen lässt, wenn man gewillt ist, bei belegten Sitzplätzen ein paar Bähnli später zuzusteigen.
https://photos.app.goo.gl/am3U8nvGKCituGZq6 - Link zu den Fotos falls der Text für einen Bericht in den Clubnachrichten genutzt werden möchte.
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